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GEVAS software
Systementwicklung und Verkehrsinformatik GmbH
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Flexible und effiziente ÖPNV-Bevorrangung in Wien

Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt PRIORITY

Die Bevorzugung von Öffentlichen Verkehrsmitteln an Ampeln ist ein fester Bestandteil städtischer Verkehrssteuerung und bringt viele Vorteile, zum Beispiel kürzere Reisezeiten für die Fahrgäste. Eine optimale ÖPNV-Priorisierung muss aber auch die Bedürfnisse aller anderen Verkehrsteilnehmer berücksichtigen und sich schnell an aktuelle Gegebenheiten anpassen.

Die heute eingesetzten Technologien sind dafür meist zu unflexibel und verfügen über keine entsprechenden Optimierungsverfahren. Im Projekt PRIORITY haben wir zusammen mit unseren Partnern neue Konzepte erarbeitet, um die ÖPNV-Bevorzugung zu flexibilisieren und zu optimieren.

In PRIORITY wurde eine ganze Reihe von Ideen für eine effizientere ÖPNV-Bevorzugung entwickelt und getestet:

  • Die Kommunikation zwischen ÖPNV-Fahrzeug und LSA (Ampel) erfolgt über Vehicle-2-Infrastructure-Technologie.
  • Unser Steuerverfahren EPICS minimiert die Wartezeiten aller Verkehrsteilnehmer und kann ÖPNV-Fahrzeuge mit individueller Prioritätsstufe abfertigen – also eine flexible ÖPNV-Bevorrangung, die sich an der aktuellen Verkehrslage orientiert.
  • Die flexible Priorisierung wird nun weiter optimiert: sie berücksichtigt die Ziele aller Verkehrsteilnehmer. Als Ziel für den motorisierten Individualverkehr (MIV) gilt vor allem eine geringe Wartezeit am Verkehrsknoten. Die Zielsetzungen des ÖPNV sind Pünktlichkeit, Einhaltung des planmäßigen Takts und gut aufeinander abgestimmte Anschlüsse.
  • Ein Prognoseverfahren sagt voraus, wann genau ein ÖPNV-Fahrzeug an der nächsten Haltestelle ankommen wird. Diese Schätzung ist die Grundlage für eine optimierte Signalsteuerung entlang der ÖPNV-Route.
  • Ein „Priorisierungs-Budget“ legt fest, bis zu welchem Umfang der übrige Verkehr von der ÖPNV-Bevorzugung beeinträchtigt werden kann und zieht dabei auch die Schadstoffbilanz in Betracht. Dies stellt sicher, dass die bevorzugte Behandlung des ÖPNV insgesamt zu einer positiven Reisezeit- und Schadstoff-Bilanz beiträgt und dass eine Balance der Interessen verschiedener Verkehrsmodi gewahrt bleibt.

Die konzeptuell wesentlichen Teile des Systems PRIORITY wurden prototypisch am Gaudenzdorfer Gürtel im 12. Wiener Gemeindebezirk umgesetzt. Die Wirkung haben wir in einer Mikrosimulation untersucht und demonstriert.

Projektsteckbrief:

PRIORITY war ein Forschungsprojekt der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG), an dem die Firmen GEVAS software Austria und AIT (Austrian Institute of Technology), AlbrechtConsult Austria und die assoziierten Partner Stadt Wien MA33, Wiener Linien und der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) beteiligt waren.