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GEVAS software
Systementwicklung und Verkehrsinformatik GmbH
Nymphenburger Straße 14
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Forschung aktuell: simTD

Sichere Intelligente Mobilität - Testfeld Deutschland

Es ist die Philosophie von GEVAS software, den Straßenverkehr so intelligent wie möglich zu gestalten. Dazu gehört die verkehrsadaptive Netzsteuerung, aber auch die Kommunikation zwischen einem Fahrzeug und seiner Umgebung: Car-to-X-Kommunikation.

Wenn eine Ampel den Autofahrern mitteilt, mit welcher Geschwindigkeit sie die Grüne Welle am besten nutzen können, verbessert das den Verkehrsfluss. Das Auto meldet den Fahrern Staus, Hindernisse oder Unfälle, was die Verkehrssicherheit erhöht. Oder die Autos informieren sich untereinander - Fahrzeugpulks bestehen dann nicht länger nur aus einzelnen, abgeschlossenen Einheiten. Schließlich können die Informationen aus der Car-to-X-Kommunikation genutzt werden, um die Verkehrssteuerung zu optimieren und den Verkehrszustand zuverlässiger zu prognostizieren. Kurz - die Car-to-X-Kommunikation ist ein wesentlicher Baustein für den Straßenverkehr der Zukunft.

GEVAS software ist an simTD beteiligt, dem größten Forschungsprojekt zur Car-to-X-Kommunikation in Deutschland. simTD steht für "Sichere Intelligente Mobilität - Testfeld Deutschland" und ist ein Gemeinschaftsprojekt der führenden deutschen Automobilhersteller, Zulieferer, Kommunikationsunternehmen und Forschungsinstitute.

Im Großraum Frankfurt am Main testen die Projektpartner die Car-to-X-Kommunikation mit bis zu 400 Fahrzeugen in verschiedenen Verkehrsszenarien. GEVAS software ist als Unterauftragnehmer der Stadt Frankfurt damit befasst, die verkehrsadaptive Netzsteuerung und die Schnittstelle zum Car-to-X-Server einzurichten.

GEVAS software erweitert die Integrierte Gesamtverkehrs-Leitzentrale IGLZ mit der verkehrsadaptiven Netzsteuerung BALANCE, die Frankfurt-Niederrad zu einem Testfeld für simTD macht. Das Verkehrsmodell der Netzsteuerung verfügt über Algorithmen, die Daten aus den Testfahrzeugen berücksichtigen. Die Fahrzeuge im Netz senden ihre Positionen und weitere Daten, zum Beispiel ihre Geschwindigkeit, an die Ampeln. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erfassung des aktuellen Verkehrszustands und zur Optimierung der Signalprogramme durch die adaptive Netzsteuerung.

Das Zusammenspiel von Netzsteuerung und Car-to-X-Kommunikation wird in simTD in vier Bereichen untersucht:

1. Die Positions- und Geschwindigkeitsangaben der Fahrzeuge zeigen exakt die aktuellen Staulängen in einer Zufahrt. Dadurch kann die tatsächliche Verkehrsnachfrage in dieser Zufahrt präziser erkannt werden als mit der bisherigen Erfassung über halteliniennahe Detektoren.

2. Die Verfolgung der Fahrzeuge durch das Straßennetz ermöglicht eine einfachere Abschätzung der Quelle-Ziel-Verkehre. Die Signalprogramme können dann besser koordiniert werden - für eine dynamische Grüne Welle und weniger Haltevorgänge im Netz.

3. Das Wissen um die Positionen der Fahrzeuge wird für eine Online-Kalibrierung des Verkehrsmodells der Netzsteuerung genutzt. Das Ziel ist eine selbstlernende Verkehrsnetzversorgung in der adaptiven Steuerung.

4. Die Daten der Fahrzeuge erleichtern die Störfallerkennung im Straßennetz. Staus außerhalb der detektierten Bereiche können normalerweise nicht von einer adaptiven Steuerung erkannt werden. Durch Car-to-X-Kommunikation sind die Autos selbst die "Detektoren", und die Steuerung kann sich besser auf Störungen einstellen.

Verkehrsadaptive Netzsteuerung und Car-to-X-Kommunikation sind zwei zukunftsweisende Technologien für nachhaltigeren Straßenverkehr. Wir freuen uns, mit der Netzsteuerung BALANCE ein Teil von simTD zu sein, und unsere Erfahrungen aus früheren Projekten nutzen zu können: dem Aufbau der IGLZ Frankfurt und dem Projekt TRAVOLUTION, das Netzsteuerung und Car-to-X-Kommunikation in Ingolstadt einführte.

Projekthomepage: www.simtd.de